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Sie machen seit langer Zeit auf sich aufmerksam. Ihre Zeremonien gehen direkt unter die Haut, die Heilungsergebnisse sind bemerkenswert. Sie kommen aus einer anderen Kultur und doch sind sie uns nicht allzu fremd ...
Willkommen bei den Geistheilern aus Brasilien, dem Land der Fußballjongleure und der großen sozialen Unterschiede. In ihrer Heimat genießen sie den Respekt der Menschen, den sich die Heiler hierzulande sehnsüchtig wünschen. Sie dienen vor allem den armen Menschen, für die die Schulmedizin oft unerreichbar bleibt. Allein das fehlende Geld für eine Behandlung führen sie zu den anderen Heilern.
Geistheilung ist in Brasilien in erster Linie Medizin für die Armen. Man spricht von alten Traditionen, was früher gut war, ist heute auch nicht anders, denn Geistheilung scheint ein guter Weg zu sein, selbst bei ausweglosen Krankheiten. So ist der feste Glaube in diesem Land. Man berichtet von vielen außerordentlichen spirituellen Heilern und Lehrern, die den Not leidenden Menschen zur Seite stehen und nicht selten Erfolg haben. Heilung ist möglich. Ohne Skalpell und Medikamente. Ausschließlich Vertrauen in Gebete und Berührungen. Wie kann dies gehen?
Rubens Faria ist Brasilianer und Heiler. Seit 20 Jahren ist er tätig und glaubt man den Berichten über ihn, dann hat er in dieser Zeit schon mehr als eine Million Menschen geholfen - allein mit der Kraft, die durch ihn fließt. "Er ist ein geistiges Medium und steht in Verbindung mit dem geistigen Wesen Dr. Fritz, der in seiner letzten Inkarnation als Deutscher Militärarzt im 1. Weltkrieg gewirkt haben sollte", so steht es in den Büchern über den Heiler geschrieben. Durch ihn soll Rubens Faria Informationen über den inneren Zustand des Patienten und die passende Behandlungsweise empfangen. "Heilung ist Sache zwischen Dir und dem Göttlichen", sagt der Heiler. Er selber heile nicht, nur Gott könne dies. Liebe und Mitgefühl seien die entscheidenden Heilungsfaktoren. Und doch wissen Patienten zu berichten, dass dieser Mensch "über wunderbare Heilkräfte verfügt und die Fähigkeiten besitzt, Heilungsenergien so zu lenken, dass Heilung passiert."
Rubens Faria, in Brasilien verehrt, findet auch in Deutschland immer stärkeren Zuspruch. Zuletzt im Herbst 2006 auf den
Europäischen Geistheilungstagen an drei verschiedenen Orten: Berlin, Alsfeld und Ulm. Hanne Heintz, Heilpraktikerin aus München,
war vor Ort in Ulm. Sie wollte dem großen Heiler begegnen, um auch persönlich von seinen Heilkräften Nutzen ziehen zu können.
Um 9 Uhr traf sie in der großen Donauhalle in Ulm ein. Dann begann eine lange Wartezeit, die erst am späten Abend endete. Bis dahin
war der Heiler beschäftigt, fast jeder der rund 1.000 Anwesenden suchte Heilung. Rubens Faria arbeitete zunächst mit Eltern und
Kindern und schwer kranken Menschen. Zu später Stunde durfte Hanne Heintz den Behandlungsraum betreten. "Rubens Faria legte seine
Hand auf meine Rippen, dorthin wo ich seit einiger Zeit Schmerzen hatte. Es wurde ganz warm in meiner Brust. Die Schmerzen waren
sofort weg." Drei Minuten dauerte die Behandlung, dann bekam sie Globuli, die sie zwei Mal täglich einnehmen sollte. Hanne
Heintz: "Ich fühlte mich erleichtert. Keine Anzeichen von Schmerzen. Ich war zufrieden." Sie beschloss, auch den zweiten Heilungstag
in Ulm wahrzunehmen.
Die zweite Begegnung mit Rubens Faria war "... völlig anders. Ich fragte ihn, was ich zu meiner Heilung beitragen
könne. Er empfahl mir eine Diät, die ich in der Form nicht kannte und berührte mich nur kurz. Es fühlte sich gut an. Wenn er im
Januar wieder nach Deutschland kommt, werde ich dabei sein." Wochen nach den Rubens-Faria-Heilungstagen ist Hanne
Heintz`Zustand weiter stabil.
Ein Verdienst des Heilers aus Brasilien? Für die Ärztin Dr. Dagmar Berg scheint dies keine Frage zu sein, sie hat Rubens Faria des öfteren in Augenschein nehmen können. Dr. Dagmar Berg, eine der ersten Chirurginnen in Deutschland, beschäftigt sich seit vielen Jahren mit alternativen Heilmethoden. Sie möchte Brücken bauen zwischen Schulmedizin und spiritueller Medizin. Dies ist ihre Aufgabe, auch auf den Heilertagen mit Rubens Faria im vergangenen Herbst. "Als Notärztin war ich während der Geistheilertage immer zugegen, für den Fall einer notwendigen ärztlichen Versorgung, die jedoch bisher nicht erforderlich war. Diese Aufgabe ermöglichte mir, dem Heiler direkt bei der Arbeit zuschauen zu können. Ein Erfahrung, aus der ich als Ärztin sehr viel lernen konnte."
Und was war ihr Eindruck? Hat Rubens Faria vielen Patienten helfen können? Welche Krankheiten "behandelte" er an diesen Tagen? "Jeder Teilnehmer bekam einen Fragebogen, den er ausfüllen sollte. Somit bekam ich einen Überblick auch über die Krankheitsbilder. Allgemeine Beschwerden, Depressionen und psychische Störungen gehörten zu den Häufigsten. Aber auch Krebskranke hofften auf Heilung. Patienten mit Arthrose, hohem Blutdruck und Magen-Darm-Erkrankungen." Und wem konnte der Heiler helfen? Dr. Berg: "76 % berichteten von einer Besserung, die einen mehr, andere weniger. Nur 18 % spürten keine Veränderung."
Vier Wochen nach den Heilertagen fragte die Ärztin noch einmal bei den Patienten nach. "Bei 40 % der Patienten zeigte sich eine Verbesserung des Befundes, 15 % gaben psychische Verbesserungen an, 4 % hatten weniger Schmerzen und 8 % waren völlig schmerzfrei. Bei 32 Prozent bestand ein unveränderter Befund und 6 % fühlten sich schlechter durch das Fortschreiten ihrer Erkrankung." Eine beeindruckende Bilanz aus der Sicht der Ärztin.
Rubens Faria, ein seriöser Heiler? "Eindeutig ja. Auch mir hatte er helfen können. Ich litt seit 45 Jahren an einer chronisch verstopften Nase. Eine ärztliche Untersuchung in einer Universitätsklinik ergab eine verkrümmte Nasenscheidewand und vergrößerte Muscheln. Eine Operation wurde mir dringend angeraten. Ich zog aber eine geistige Behandlung bei Rubens Faria vor und bin seit der Zeit beschwerdefrei. Wer heilt, hat eben Recht."